Wie läuft eine Therapie ab?
Kennenlernen
Im Rahmen der Sprechstunde lernen wir uns gegenseitig kennen und besprechen Ihr Anliegen. In den darauffolgenden Stunden entscheiden wir gemeinsam, ob wir ein therapeutisches Arbeitsbündnis herstellen können, währenddessen erfolgt auch eine Diagnostik. Hier fließen die aktuelle Symptomatik, die Vorgeschichte, bisherige Behandlungen, in einigen Fällen auch diagnostische Testverfahren ein.
Therapieverlauf
Die anschließende Therapie erfolgt in der Regel durch wöchentliche Termine. Elterngespräche sind fester Bestandteil jeder Kinderpsychotherapie. Jugendliche ab 15 Jahren können ihre Therapie selbständig beantragen.
Haltung
Die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie liegt für mich in einer vertrauensvollen Beziehung zu meinen Patientinnen und Patienten. Ich arbeite mit Eltern und ihren Kindern sowohl an den Themen als auch an den Beziehungen untereinander. Dabei helfen mir tiefenpsychologisch-fundierte Methoden ebenso wie der Blick auf die Lebenswelt des Kindes, z.B. in Familie und Schule.
Therapieverfahren
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gehört neben der analytischen, der systemischen und der Verhaltenstherapie zu den vier anerkannten therapeutischen Richtlinienverfahren. Die bewussten oder unbewussten psychischen Vorgänge haben eine Wirkung auf die psychische Gesundheit. Der Fokus der Behandlung liegt auf dem aktuellen Konflikt mit Bezug auf frühere Kindheitserfahrungen, die für die Struktur und Persönlichkeit eines Menschen mitverantwortlich sind. Im Unterschied zu anderen therapeutischen Verfahren liegt der Schwerpunkt damit deutlich weniger auf der unmittelbaren Beeinflussung des Verhaltens, sondern auf einer Klärung der zugrundeliegenden Ursachen, wodurch indirekt eine Verringerung der Beschwerden eintreten soll.
Psychotherapie bedeutet immer Hilfe zur Selbsthilfe und erfordert daher eine Bereitschaft und Umstellungsmotivation sowohl von Patientinnen und Patienten als auch von deren Eltern.
Probleme und Fragen, mit denen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in die Praxis kommen:
Emotionale Probleme
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Ängste: z.B. soziale Ängste,
Trennungs- uns Versagens-
und Leistungsängste, Schulangst -
Phobien: z.B. vor Spinnen, Hunden etc.
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Depressionen
Reaktionen auf besondere Belastungen
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akute Belastungsreaktionen, Krisen und Trauerreaktionen
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Traumata und Traumafolgestörungen
Soziale Schwierigkeiten
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Störungen des Sozialverhaltens
z.B. mit verweigerndem Verhalten zuhause und in der Schule -
Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme, Selbstbehauptung und sozialen Kompetenz
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Schwierigkeiten in der Impulssteuerung
Familiäre Probleme
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Eltern-Kind-Interaktions- und Beziehungsprobleme
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Geschwisterrivalitäten
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Schwierigkeiten bei Trennungen und in Patchworkfamilien
Störungsbilder
- ADHS/ADS
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Einnässen tagsüber und nachts
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Einkoten
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Mutismus
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Schlafstörungen
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Tic-Störungen (Tourette-Syndrom)
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Zwangsstörungen